Zum Kaiseradler:

Eine kleine Anmerkung zum Pressebericht ist noch notwendig: Die Finder haben den Adler natürlich nicht selbst in die Greifvogelstation nach Haringsee gebracht – die Bergung von Greifvögeln ist eindeutig Sache von Experten! Die Familie hat telefonisch Hilfe geholt und in gebührendem Abstand, um das verletzte Tier nicht noch zusätzlich zu beunruhigen, abgewartet bis diese Hilfe eingetroffen ist. Genauso sollte man sich in einer solchen Situation verhalten.

Unfassbare Tat

(Bericht aus Kurier Online von heute)

Verletztes Tier lässt zwei fünf Wochen alte Jungvögel im Horst in den Tullnerfelder Donauauen zurück. © Matthias Schmidt

Südwestlich von Tulln wurde am Montag ein Kaiseradler-Weibchen angeschossen. Aufmerksame Passanten brachten den verletzten Greifvogel in die von „Vier Pfoten“ geführte Eulen- und Greifvogelstation Haringsee, wo er erstversorgt wurde. Der Zustand des Tieres sei trotz Anschuss mit neun Schrotkugeln stabil, heißt es. Ein weiteres forensisches Gutachten zur Klärung des genauen Tatherganges wurde beauftragt. Unklar ist, ob der Kaiseradler jemals wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

Jungvögel ihrem Schicksal überlassen

Es handelt sich um einen Brutvogel aus den Tullnerfelder Donauauen, der seine beiden fünf Wochen alten Jungvögel ihrem Schicksal überlassen musste. BirdLife Österreich erstattete Anzeige nach §181f des Strafgesetzbuches (Vorsätzliche Schädigung einer streng geschützten Tierart) und fordert eine Reform des Jagdrechts sowie eine Verbesserung in der Strafverfolgung.

„Wir gehen davon aus, dass dies ein gezielter Anschlag auf einen Kaiseradler ist“, sagt Matthias Schmidt, Greifvogelexperte von BirdLife Österreich. Die Verletzung des Tieres sei für den fragilen Bestand der rund 30 brütenden Kaiseradlerpaare in Österreich bedrohlich. „Denn ob der verbliebene Elternvogel die Jungen alleine aufziehen kann, ist fraglich. Wir werden den Horst in den nächsten Wochen beobachten und gegebenenfalls unterstützend eingreifen. Der lokale Jagdausübungsberechtigte hat seine Hilfe bereits zugesichert.“

Sollte es Zeugen des Abschusses oder sonstige Hinweise geben, wird um Meldung über die Plattform Kaiseradler.at, die App birdcrime oder die Hotline 0660 869 2327 ersucht.

Nicht der erste Fall in Tulln

Hinsichtlich illegaler Greifvogelverfolgung sei der Bezirk Tulln kein unbeschriebenes Blatt, so Schmidt. 2015 wurde hier ein Kaiseradler vergiftet aufgefunden. In demselben Jagdrevier, in dem der angeschossene Kaiseradler gefunden wurde, gab es bereits im vergangenen März fünf tote Mäusebussarde, die ebenso von BirdLife zur Anzeige gebracht wurden.

„Eine damalige Untersuchung der Kadaver wurde seitens der Behörden und der Jagd nicht für notwendig erachtet“, erörtert Schmidt, „da diese nahe der Bahnlinie gefunden wurden. Wenn auch rückblickend keine gesicherten Aussagen mehr getroffen werden können, so hinterlässt diese Sachlage jedenfalls eine schiefe Optik!“

Wir sind wieder draußen…

… und zwar endlich wieder auf Exkursion. Das Wetter ist noch etwas gewöhnungsbedürftig (bei der ersten Fahrradexkursion des Netzwerks Natur Tullnerfeld massiver Dauerregen, diesmal der bisher heißeste Tag des Jahres), aber die traumhaften Wiesen und die kleinen Abstecher in einen Wald voller Orchideen ließen die Schwüle vergessen. Die Königstetter Wiesen zu erleben ist immer wieder eine große Freude – wir schätzen uns wirklich glücklich, aufgrund der traditionellen Heuwirtschaft noch mit einer solchen Artenvielfalt gesegnet zu sein.

Wiesenexkursion Samstag 5. Juni

Wir starten in die Nach-Lockdownzeit: Am Samstag, den 5. Juni treffen wir uns um 15 Uhr am Hauptplatz zu einer Wiesenrunde im Westen Königstettens. Bitte beachten Sie die geltenden Coronamaßnahmen: Teilnahme nur genesen, geimpft oder gültig getestet möglich, bitte unbedingt Nachweis mitbringen. FFP2-Maske mitnehmen, wenn Abstände nicht eingehalten werden können und auch am Sammelpunkt tragen. Wir müssen die Teilnehmer der Exkursion für den Fall eines contact tracings bei der BH melden. Nehmen Sie unbedingt nur teil, wenn Sie sich gesund fühlen. Für den Fall wetterbedingter Absage vorher bitte die homepage oder die facebook-Seite konsultieren. Wir freuen uns, dass es wieder losgehen kann!

Und für sportlichere und ungeduldigere Gemüter empfehlen wir nachdrücklich die

Fahrradtour des Netzwerks Natur Tullnerfeld am Sonntag den 23. Mai. Treffpunkt mit Fahrrad um 8.45 am Bahnhof Absdorf-Hippersdorf, Dauer ca. 4 Stunden, Endpunkt Bhf. Hausleiten. Unter Leitung eines ortskundigen Naturkenners erforschen wir das nordöstliche Tullnerfeld. Näheres siehe http://natur-tullnerfeld.at

Vogelrunde Königstetten eines der Siegerprojekte des Biosphärenparks

Zu unserer großen Freude wurde unser nächstes großes Vorhaben, die Umwandlung des Bienenlehrpfades in die neue „Vogelrunde Königstetten“ beim Wettbewerb anläßlich des 15jährigen Bestehens des Biosphärenparks Wienerwald als eines der 15 Siegerprojekte ausgewählt. Foto T.Mende, bpww

Coronabedingt mußte das für heuer bereits geplante Projekt wie so vieles andere verschoben werden, nun arbeiten wir an der Eröffnung im Frühjahr 2022.

Malkurs verschoben

Leider müssen wir unseren für den 24.4. geplanten Aquarellmalkurs „Naturmotive“ unter der Leitung von Marion Pass coronabedingt verschieben. Derzeit hoffen wir auf einen Termin im Mai/Juni. Sobald eine realistische Planung möglich ist, geben wir hier Bescheid.

Bis dahin: gesund bleiben!

(Pandemie-)Not macht erfinderisch

In Königstetten fand die traditionelle Windschutzgürtelaktion heuer in einer individualisierten Version statt. Die Ausgabe der Säcke und Handschuhe erfolgte coronagerecht am Gemeindeamt durchs geöffnete Bürofenster, über Reit- und Alpenverein und den Jagdleiter. Dann schwärmten über das ganze Wochenende verteilt die fleißigen HelferInnen aus. Insgesamt kamen so 31 mit allerlei Grauslichkeiten gefüllte Säcke und etliches Sperrgut zusammen. Vielen Dank allen Beteiligten – und nächstes Jahr wieder wie sonst, mit Heurigeneinladung zum Abschluss.

Windschutzgürtelaktion

Unsere traditionelle Flursäuberung muss heuer coronabedingt in einer „individualisierten Version“ stattfinden. Alle, denen es nicht egal ist, wie es um uns herum aussieht, machen sich am Wochenende 26.-28. März in ihrem Umfeld allein oder mit der Familie an die Arbeit. Säcke und Handschuhe gibt es am Freitag, den 26.3. von 8 bis 12 Uhr beim Gemeindeamt Bürgerservice (Ausgabe durchs Fenster) und von 18-19 Uhr beim Alpenvereinsheim am Hauptplatz. Die gefüllten Säcke bitte bei einer der vielen Dog Stations im Gemeindegebiet deponieren, von dort bringen wir sie am Sonntagabend zum Gemeindesammelzentrum, wo die Gemeinde die Entsorgung organisiert.

Wir freuen uns über Schnappschüsse von unterwegs – bitte an ggrabherr@gmx.at schicken (mit der Einsendung erteilen die FotografInnen die Erlaubnis zur Verwendung ihrer Bilder – danke!) und über viele fleißige HelferInnen.


Zur Sicherheit und weil´s sein muss:

Was machen wir heuer?

Noch haben sich die dunklen Corona-Wolken nicht gelichtet, um ein wirklich fixes Programm anzugeben bräuchte man wohl die berühmte Hellseher-Kristallkugel.

Geplant ist vorerst, das FUER-Jahr am Samstag, den 20. März mit einer Frühlingsexkursion zu beginnen. Eine Woche danach steht die traditionelle Flursäuberungsaktion, die Windschutzgürtelaktion, auf dem Kalender. Am Samstag, den 24. April hoffen wir auf einen Malkurs „Naturmotive“ mit Marion Pass und am Samstag, den 5. Juni auf eine Wiesenexkursion. Die Eröffnung der Königstetter Vogelrunde ist für Samstag, den 11. September angesetzt. Am Sonntag, den 26. September folgt die Pilzökologische Exkursion und am Samstag, den 6.November ein Naturkosmetik-Workshop mit Katrin Schützenauer.

Wir gehen davon aus, dieses Gerüst noch mit weiteren Aktivitäten zu füllen, doch mussten wir 2020 so viel absagen, dass wir uns mit Ankündigungen noch zurückhalten. Wir hoffen jedenfalls, dass wir uns 2021 oft und gesund wiedersehen!