Schwalbennester an der Volksschule montiert

Ein riesengroßes DANKESCHÖN an Bauhof und Gemeinde Königstetten: Heute wurden an unserer Volksschule insgesamt 6 Mehlschwalbennester mit Kotbrettern montiert – alle an Stellen, an denen es bereits erfolglose Bauversuche der Schwalben gegeben hat. Nun hoffen wir, dass die Vögel diese Bemühungen auch zu würdigen wissen und die Nester annehmen.

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Futterstationen auf der Blühfläche

Um das Verständnis auch von MitbürgerInnen für „unsere“ Brache zu fördern und natürlich auch um etwas für die Wildvögel zu tun- haben wir dort zwei Futterstationen aufgestellt. Nun sind wir gespannt, wann die Vögel sie entdecken und wie sie angenommen werden

Was wurde eigentlich aus unserer Blühflächen-Ansaat?

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Im Rahmen des Schwalbenprojektes haben wir Ende März eine Fläche der Gemeinde neben dem Friedhof angesät, um die Blütenvielfalt zu steigern und Insekten und Vögeln Nahrung zu bieten. Fast schien es, als würde diese Ansaat (mit dem vielversprechenden Namen „Königstetter Blumenwildnis“) komplett misslingen, denn statt der nötigen Frühjahrsniederschläge löste eine Hitze- und Dürreperiode die andere ab. Zunächst schien das nur dem Topinambur nichts auszumachen, dessen Rhizome von früher bereits im Boden gewesen waren, und der den plötzlichen Freiraum zu geradezu enthemmtem Wachstum nutzte. Aber die Natur rechnet nicht in Wochen. Ein paar Regentage zwischendurch genügten, um zunächst eine prachtvolle Kornradenblüte in Gang zu bringen. Und vor kurzem ergab eine genaue Analyse der Fläche ein höchst überraschendes Ergebnis:

57 Pflanzenarten wurden nachgewiesen. Die Samenmischung hat aus 60 Arten bestanden, 40 davon haben sich bis jetzt schon etabliert. Es ist bekannt, dass etliche Samen nicht gleich im ersten Jahr keimen, es ist also noch mit einer weiteren Zunahme zu rechnen. Besonders erfreulich ist, dass sich der größte Teil der zweijährigen Arten, die im ersten Jahr eine Blattrosette bilden und erst im zweiten Jahr blühen, trotz der widrigen Bedingungen üppig entwickelt haben. Nächstes Jahr ist eine tolle Blütenpracht, etwa von Königskerzen oder Natternkopf, zu erwarten.

Die restlichen 17 Arten sind spontan angeflogen oder waren vor der Ansaat bereits im Boden vorhanden, man spricht hier von der sogenannten „Samenbank“, in der Samen über viele Jahre auf ihre Keimungschance warten können. Das Auftreten solcher Arten wird im konventionellen Ackerbau durch das Spritzen von Herbiziden verhindert. Gespritzt haben wir natürlich nicht, aber dadurch hat auch eine sehr unerwünschte Pflanze ihre Chance genutzt, das Traubenkraut, besser bekannt unter dem englischen Namen ragweed. Ein Botaniker mit offenbar sehr subtilem Humor hat ihr einst den lateinischen Namen „Ambrosia“ gegeben. Eine Götterspeise ist sie keineswegs, dafür aber ein Produzent von reichlich hoch allergenen Pollen im Spätsommer, also einer Zeit, in der die geplagten Pollenallergiker eigentlich endlich zur Ruhe kommen sollten. Ragweed wurde aus Amerika eingeschleppt und ist ein „invasiver Neophyt“ (= eine nicht einheimische Pflanze mit großem Ausbreitungspotential). Also haben einige FUER-Mitglieder die Ragweed-Büsche händisch entfernt und fachgerecht am Sammelzentrum entsorgt.

 

Morgen Schwalbennachmittag beim Ferienspiel

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Morgen von 15 bis 17 Uhr im Gemeindesitzungssaal und im Schlosshof findet der FUER-Schwalbennachmittag im Rahmen des Ferienspiels statt. Spiel, Spass und viel Interessantes für Kinder ab dem Volksschulalter. Anmeldung nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Euch! Erwachsene Begleitpersonen sind natürlich ebenfalls willkommen.

 

Wann muss man Schwalben „retten“?

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Aus gegebenem Anlass (eine verunfallte junge Mehlschwalbe wurde uns gebracht und wird jetzt in Haringsee von Fachleuten gesundgepflegt):

Jungvögel, die schon befiedert irgendwo herumsitzen -sogenannte „Ästlinge“- läßt man  am besten in Ruhe. Sie werden noch von den Eltern gefüttert, nachdem sie das Nest verlassen haben. Sinnvoll ist es allerdings, sie aus der Reichweite von Katzen, Hunden und Autos zu setzen. Im Gegensatz zu jungen Rehen oder Hasen nehmen Vögel ihre Jungen wieder an, auch wenn ein Mensch sie angefasst hat. Vögel orientieren sind nämlich nicht so „geruchsorientiert“ wie Säuger.

Wenn sie aber verletzt sind oder sich (nach längerer Beobachtung aus sicherer Entfernung!) kein Elternteil blicken läßt, ist ein Eingreifen sinnvoll. Bei Schwalben gelingt es häufig, das Junge in ein fremdes Nest mit annähernd gleich großen Küken der selben Schwalbenart dazuzusetzen. Meist „adoptieren“ die Alttiere das fremde Junge. Wenn nicht, wird es schwierig. Schwalben sind schwerer zu füttern als andere Singvögel und vor allem schwerer auszuwildern, weil sie lernen müssen, fliegende Beute zu fangen (und wer hat schon ein Zimmer voller Fliegen übrig…). Schwalben gehören -wenn es denn sein muss- nur in erfahrene Hände.

 

„Blumenwildnis Königstetten“

hieß die extra für uns zusammengestellte Samenmischung für eine Blühfläche, welche uns die Gemeinde zur Förderung der Insektenvielfalt für einige Jahre überlassen hat. Nach der Ansaat begann das große Warten, denn die Rekordhitze und -trockenheit im April und Mai waren nicht günstig für die Entwicklung der Keimlinge. Aber derzeit blühen die Kornraden!

 

Großes Interesse für Schwalben am Straßenmarkt

Regen Zuspruch hatte der Infostand der FUER beim heurigen Straßenmarkt in Königstetten. Zahlreiche Interessierte erkundigten sich über die Möglichkeiten, Schwalben mit Kunstnestern zu unterstützen. Die Aktion läuft weiter – Nester samt Kotbrettchen (um Verschmutzungen zu verhindern) werden bei uns abgegeben.