Im Bienenstock – Wunderwelt an Organisation und Kommunikation

Die natürlichen Lebensräume der Bienenvölker sind Höhlen, Baumstümpfe oder ähnliche Hohlräume. Sie bauen Waben, wo die Brut herangezogen bzw. wo der Vorrat eingelagert werden kann. Der Honig- und Pollenvorrat dient für die kalten Monate, in denen der Bienenstock kaum verlassen wird. Im Gegensatz zu manch anderen Hautflüglern bauen die Bienen um die Waben keine Schutzhülle.

BienenstockAuf dem großen Bild ist ein Schnitt durch den Bienenstock zu erkennen. In der Mitte befindet sich die heranwachsende Brut. Sie ist stets von Bienen umgeben, da die Maden bis zur Verdeckelung der Zelle noch gefüttert werden und die Brut eine konstante Temperatur und Luftfeuchte benötigt. Daher bilden die Bienen möglichst eine Kugelform, da diese bei größten Volumen die geringste Oberfläche hat. Wenn es zu warm wird, tragen die ältesten Sammelbienen Wasser zur Verdunstung und Abkühlung in den Stock ein. An besonders heißen Tagen hängen Bienen in Trauben vor dem Stock, um eine Überhitzung durch die Körperwärme zu vermeiden. Im obersten Bereich ist der Honig und seitlich ist der Pollen eingelagert.

Die Biene sammelt den Nektar, der über den Rüssel bis in den Honigmagen gelangt. Im Bienenstock wird der Nektar den Stockbienen übergeben. Sie fügen dem Nektar Fermente (von den Bienen eigens produzierte Stoffe) hinzu bzw. reduzieren den Wassergehalt durch Rüsselschlagen. Je weiter die Biene vom Bienenstock entfernt sammelt, desto weniger bringt sie in den Stock, da während des Fluges bereits Nektar verbraucht wird. Der Honig wird im oberen Bereich des Stockes eingelagert. Wenn der Wassergehalt ausreichend niedrig ist, wird die Zelle verdeckelt.

Während dem Sammeln bleibt Pollen auf dem Haarkleid der Biene hängen, welcher zu den nächsten Blüten mitgetragen wird. Zwischendurch streift die Biene den Pollen ab und klebt ihn mit Hilfe von Nektar zu Pollenhöschen an den hinteren Beinen zusammen. Im Bienenstock wird das Pollenhöschen bei einer Zelle abgestreift und anschließend mit dem Kopf verdichtet. Je artenreicher die Umgebung ist, desto unterschiedlicher sind die Pollenfarben. Durch Gärung wird der Pollen über viele Monate haltbar gemacht.

Bienen sammeln unter anderem auch das klebrige Harz von Bäumen wie Pappel, Birke und Erle. Dies ist unter dem Namen Propolis bekannt. Im Stock wird es mit Wachs vermengt und auf die zu schützenden Bereiche aufgebracht. Insbesondere bei Stellen wo viel Bewegung ist, z.B. im Fluglochbereich, auf den Rändern der Waben oder zur Mumifizierung von abgetöteten Eindringlingen. Ebenso wird es zur Verkittung von luftdurchlässigen Spalten verwendet.

BienenarbeitBienen bei der Arbeit

  1. Sammelbiene streift Pollenhöschen ab
  2. Pollenhöschen auf Pollenlager
  3. Stockbiene stampft Pollen ein
  4. ruhende Biene
  5. Ammenbiene füttern Maden mit Pollen-Honigbrei

 

 

 

 


Die Brut befindet sich in der Nestmitte, weil sie dort optimal geschützt ist.

 

 

 


Quellenbezug: Abbildungen und Zeichnungen mit freundlicher Unterstützung vom Imkerbund Österreich

 

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