Bienen bei der Arbeit – Für 1kg Sonnenblumenhonig sind ca. 5,6 Millionen Blütenbesuche notwendig

Die von Insekten bestäubten Blütenpflanzen bestehen aus allgemein auffälligen farbigen Kronblättern, den Staubblättern, sowie in der Mitte der Blüte aus einem oder mehreren Fruchtblättern. Am Grund der Blüte befindet sich der Nektar, um das Insekt zu zwingen, die Fortpflanzungsorgane zu berühren.
Die Biene sammelt den Nektar im Honigmagen, und der Pollen bleibt auf dem Haarkleid hängen. Zwischendurch wird der Pollen abgestreift und mit Nektar zu Pollenhöschen zusammengeklebt. Je weiter die Biene vom Stock entfernt sammelt, desto weniger trägt sie ein, da während des Fluges bereits Nektar verbraucht wird.
Im Jahresverlauf gibt es unterschiedliche Trachtquellen. Die Tracht ist das Bienenfutter Pollen und Nektar.
So ist im Frühjahr die erste ergiebige Pollentracht von den Weidenkätzchen. Nach und nach beginnt immer mehr zu blühen und das Nahrungsangebot steigt.
Im Sommer blühen verstärkt Wiesenblumen, Wildkräuter, Linde und Sonnenblumen. Auch der Nadelwald ist zu dieser Jahreszeit eine gute Trachtquelle. Es fällt verstärkt Honigtau von den pflanzensaugenden Insekten. Die Trachtquellen werden zum Hochsommer hin immer weniger, wodurch die Sammlerinnen verstärkt zu unliebsamen Mitteln greifen und bei schwächeren Völkern zu rauben beginnen.
Auch im Herbst blühen noch verschiedene Wildkräuter und Gartenblumen z.B. Astern.
In den Wintermonaten leben die Bienen von ihren Honig und Pollenvorräten.

Die Bestäubungsleistungen der Insekten sind wirtschaftlich höchst relevant. Um die Erntemengen bei der Gemüse- und Obstproduktion zu steigern wird daher oft nachgeholfen. So werden z.B. gezüchtete Hummelvölker in Tomatengewächshäusern aufgestellt oder bei Obstbaumkulturen Bienenvölker. Die Bestäubungsleistung ist vor allem im Frühjahr bei den Bienen am höchsten, da sie im Volk überwintern und somit im Frühjahr stärker vertreten sind. Bei den Hummeln überwintert nur die Königin. Sie kann im Frühjahr schon bei niedrigeren Temperaturen ausfliegen, jedoch muss sie erst ein neues Volk aufbauen.

Durch die Sammelarbeiten der Bienen, sowie der weiteren bestäubenden Insekten werden die Pflanzen in der Umgebung intensiver bestäubt, wodurch unter anderem auch ein Fortbestand seltener Pflanzenarten gesichert ist.

Grundvoraussetzung dafür ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Pflanzen, ebenso deren reichhaltigem Nahrungsangebot für die Insekten.

Die eintönigen grünen Flächen im privaten oder öffentlichen Bereichen sind oft pflege-aufwendiger als blühende Flächen, die seltener geschnitten werden müssen. Die wechselnde Farbenpracht erfreut nicht nur die Gemüter der Menschen. Die Blühflächen bieten noch dazu einen Lebensraum für Nützlinge, wie den Marienkäfer. Aber auch Sträucher und Bäume bieten abwechselnd Nahrung in Form von Nektar und Pollen, oder in Form der reifen Frucht. In Königstetten ist diese Vielfalt an traditionell genutzten Heuwiesen mit Feldgehölzen und Streuobstbäumen glücklicherweise noch vorhanden.


Kreislauf der Natur

In den strengen Wintermonaten passiert es immer wieder, dass sich Mäuse im Bienenvolk einnisten oder vom Specht in die Beute Löcher geschlagen werden, um an die Bienen heranzukommen.

Tote Bienen werden aus dem Stock hinausgeflogen. So wurde z.B. nachgewiesen, dass in der Umgebung von Bienenstandplätzen vermehrt Ameisenvölker vorhanden sind.

Ein weiterer Effekt ist die Düngewirkung der Honigbiene. Ein Bienenstand mit 30 Bienenvölkern produziert pro Jahr rund eine Tonne organischen Dünger, der fein verteilt in der näheren Umgebung des Standes als Nährstofflieferant den Pflanzen zugutekommt.


Der Waldhonig entsteht indem die Bienen statt Nektar Honigtau (die süßen Ausscheidungen pflanzensaugender Insekten wie z.B. Blattläuse) sammeln und im Stock wie sonst auch weiter verarbeiten.
s. dazu auch Bienentafel „Bienenprodukte“

 


Quellenbezug: Abbildungen und Zeichnungen mit freundlicher Unterstützung vom Imkerbund Österreich

 

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